GESCHICHTE

Das Ensemble Gospodi wurde 1982 gegründet von Herman Elegast (Tenor) und Guido Cassiman (Bariton). Zusammen mit Jos Simal (Bariton) und Paul Nieuwdorp (Bass) starteten Sie eine Entdeckungsreise durch die Musik der slavisch-byzantinischen Liturgie. Die minutiöse Auswahl von Partituren erforderte vom Anfang an eine sehr vorangetriebene Forschung in einer ziemlich verschlossenen Welt.

Die Beherrschung der Aussprache, die Übersetzung der liturgischen Texte und die richtige Interpretierung der Musik brachten Gospodi in enger Kontakt zu Slavisten, Ikonographen und zu den Mönchen von Chevetogne (Belgien).

Das Ensemble sang schon mehrere Cd’s ein und konzertiert regelmässig im In- und Ausland.

Seit 2005 besteht das Quartett aus Pieter Stevens (Altus), Michaël Wittoek (Tenor), Wenceslaus Mertens (Bariton) und Frederik Meireson (Bass).

SYMBOLIK

“GOSPODI” ist im Kirchenslavisch der anrufende Form von “Gott” und bedeutet: “O Herr”.

Das Emblem des Gospodi-Quartettes ist eine graphische Wiedergabe der berühmten Trinitätsikone, die um 1425 vom Russischen Mönch Andrej Rubljev gemalt wurde. Diese Ikone wird auch “Die Gastfreundschaft des Abrahams” genannt und ist der alttestamentlichen Stelle, worin Abraham und seine Frau Sarah vom Herrn in der Gestalt von drei Männern besucht werden, entnommen (Genesis 18). Diese Ikone wird als unübertroffene Darstellung Gottes geschätzt: drei vollkommen identische Engeln, die der Undarstellbare hervorrufen als Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Während des Singens stehen die vier Gospodi-Sänger zu einander gekehrt, die Mitte leer lassend. Dabei erinnern sie an die sogenannte Symphonia: ein Zirkel mit den vier Evangelisten, die in der Anfangsminiatur des ältesten illustrierten Griechischen Evangeliummanuskript (ca. 500) – die Rossano-Hands

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